Gastbeitrag: Philosophie - Leben - Wirklichkeit

Haben Sie sich schon lange nicht mehr mit Philosophie befasst?

Wenn das so sein sollte, dann möchte ich Sie mit dieser Frage ein wenig aufrütteln.

Philosophie heißt bekanntlich „Erkenntnisse über die Wirklichkeit“ zu gewinnen, „über den Zusammenhang der Dinge“ in unserer Welt. Wie wollen Sie sich verwirklichen, wenn Sie von eben dieser Auseinandersetzung gleichsam nichts halten – also sich mit Philosophie nicht beschäftigen wollen? Menschen und Dinge um Sie herum sind hoffentlich Wirklichkeit – und Erkenntnisse darüber erfordern das Nachdenken genau über diese Wirklichkeit.

Gehen wir in unserer Verantwortung einen Schritt weiter in die Zukunft und tun wir etwas Plausibles:

Versuchen wir mehr über die Gesetzmäßigkeiten des Universums zu erfahren und wir werden mit Sicherheit mehr über und die Gesetzmäßigkeiten von Unternehmen entdecken. Diese Gesetzmäßigkeiten haben mit Verstand, Denken und Geist sowie mit dem zu tun, was sich schlicht zwischen Menschen abspielt. Machen wir bei unserer Entdeckungsreise einen Abstecher, einen kleinen Ausflug ins alte Ägypten. Vielleicht entdecken Sie dabei einiges über sich.

In der ältesten ägyptischen Dynastie hat die Hermetik ihren Ursprung. Man sagt, dass Toth, der ägyptische Gott der Weisheit, den die Griechen später Hermes Trismegistos nannten, seine Weisheit der Menschheit schenkte. Alle großen, wahren Philosophien sind auf Hermes zurückzuführen. Die hermetische Philosophie ist in allen Ländern zu finden, in allen großen Religionen, sie ist aber nicht identifizierbar mit irgendeinem Land, Volk, mit irgendeiner Religion.

Sie steht über allem – und ist in allem.

Hermes Trismegistos wurde seit frühester Zeit als „Meister der Meister“ als der „Dreimal Große“ bezeichnet. Wenn Hermes wirklich existiert hat, ist er der Vater wahren esoterischen Wissens. Einzelheiten über sein Leben sind uns nicht bekannt. Einer Überlieferung nach gilt er als Zeitgenosse Abrahams.

Wie immer es auch gewesen sein mag, die Erkenntnisse, die Hermes den Menschen hinterließ, beeinflussen bis in unsere Tage Philosophie und Religion. In alten Zeiten gab es eine Sammlung gewisser fundamentaler hermetischer Lehren, die vom Lehrer zum Schüler weitergegeben wurden, Hermeische Lehren, die bekannt waren unter „Der Kybalion“. Aus „Der Kybalion“ erfahren wir, dass die gesamte Philosophie auf sieben fundamentalen Gesetzen beruht.

Das erste Hermetische Gesetz besagt: „das All-Seiende ist Geist, das Universum ist mental“.

Das bedeutet nicht, dass alles, was wir in der materiellen Welt sehen, nur Illusion ist. Wenn der Hermetiker sagt, dass alles Geist ist, dann meint er damit, daß die Quelle, die kosmische Wurzel alles Belebten und Unbelebten, ein unendlicher Schöpfergeist ist. Der Mensch als empfindendes und sich selbst bewusstes Wesen kann unendlichen Geist erfahren, wenn dieser sich innerhalb des menschlichen Wesens manifestiert. Das geschieht durch den Geist des Menschen, durch das „Ich bin“, der Mittelpunkt des menschlichen Seins ist.

Das zweite Hermetische Gesetz lautet: „Wie oben, so unten; wie unten, so oben“.

Es gibt Ebenen über uns, höhere Dimensionen (Bei R. Steiner, Ägyptische Mythen und Mysterien, finden wir Aussagen darüber), die unser Verständnis übersteigen und hinter Schleiern verborgen blieben, wenn das zweite Hermetische Gesetz, das Gesetz der Entsprechung, nicht allgemein Geltung besäße. Da aber das Prinzip von der Übereinstimmung auf allen Ebenen und zu allen Zeiten wirksam ist, kann der Mensch ein Verständnis für die höheren Ebenen entwickeln, indem er sich mit den tieferen Ebenen befasst.

Ich weiß, dass gerade an dieser Stelle bei vielen Menschen die Ungeduld und Neugier wächst. Blockieren Sie sich aber bitte nicht selbst – denn die bloße Neugier ist gerade eine Blockade – wie vor allem auch die Ungeduld. Diese Eigenschaften wirken wie „Degenhiebe“ in der geistigen Welt und sie verscheuchen alles, was uns entgegenkommen möchte. Sie verhindern jede Bewusstseinserweiterung. Wie auch jede Oberflächlichkeit – jedes drängende, zu schnelle Vorgehen – Barrieren errichten.

Üben Sie Geduld.

Wenn Sie sich ernsthaft geistig entwickeln wollen, müssen Sie einige Bedingungen erfüllen, ohne die eine Entwicklung gar nicht stattfinden kann:

  • Liebe zur Geistigen Welt, die es möglich macht, im Sinne der Evolution mitzuwirken.
  • Beim Streben nach Verwirklichung Ihrer Wünsche sollten Sie sich das Gefühl erhalten (oder immer wieder neu schaffen), daß alle Ihre Absichten und Handlungen als helfende Elemente zu einer geistigen Entwicklung auch dazu beitragen sollen, mehr innere Harmonie und innere Freiheit zu erlangen.

Welche Vorteile Ihnen das bringt?

  1. Ihr Glaube an sich wächst.
  2. Ihre Persönlichkeit gewinnt an Format. Sie werden für Menschen interessant, die sich vorher nie für Sie interessierten. Man sucht plötzlich Ihre Gesellschaft und Sie erhalten Hilfe anderer – verwirklichen Ihre Ziele schneller.
  3. Ihr Selbstvertrauen steigert sich täglich. Ihr Unbewusstes beginnt aus den Quellen Ihrer Erfahrungen zu schöpfen.
  4. Aufgaben erscheinen Ihnen in einem neuen Licht – Sie gehen sie leichter an. Neue Herausforderungen bewältigen Sie spielend. Zeitweilige Misserfolge tragen Sie gelassen – beginnen neu.
  5. Hoffnungen und Bestrebungen bekommen Auftrieb.
  6. Sie gewinnen eine klare, lebhafte Vorstellungskraft.
  7. Sie sind von Ihrem eigenen Leben begeistert.
  8. Was bisher schwierig schien, bewältigen Sie leichter.
  9. Mit Ihrer Gesundheit geht es aufwärts.
  10. Sie entwickeln Initiative und gehen mit Schwung neue Ideen und neue Ziele an usw. usw.

Das dritte Hermetische Gesetz, das „Prinzip der Schwingung und der Vibration“, besagt, „dass nichts stehen bleibt. Alles bewegt sich. Alles befindet sich in Schwingung.“

Wendet man das Prinzip der Schwingung auf gesundes Selbstvertrauen an, dann sehen wir, dass sich nicht nur alles im Schwingungszustand befindet, sondern dass alles auch eine ganz charakteristische Schwingungsfrequenz besitzt. Sie ist ein untrügliches Kennzeichen, ein unverwechselbares Merkmal. Diese Vibration kann negativ oder positiv durch andere Schwingungen der Umgebung beeinflusst werden. Unterliegt die Schwingung eines bestimmten Menschen negativen Einflüssen, ist mangelndes Selbstvertrauen die Folge.

Der Vorgang zu gesundem Selbstvertrauen ist ein Prozess, bei dem die Schwingungsfrequenz eines Menschen korrigiert wird. Wir können uns ein Bild von diesem Geschehen machen, wenn wir uns mangelndes Selbstvertrauens eine Schwankung oder arythmische Vibration vorstellen.

Laufen die Räder eines Autos nicht genau zentriert, entsteht eine Schwankung und die Lenkung wird beeinträchtigt. Um den Fehler zu beheben, muss man die Räder auswuchten. Wenn sich eine solche Schwankung entwickelt hat, kann sich ihre uncharakteristische Schwingung auch auf andere Systeme des Wagens übertragen.

Das Gleiche kann auch im menschlichen Organismus und Miteinander geschehen. Mangelndes Selbstvertrauen kann Krankheit im gesamten Körper verursachen. Mehr noch: eine solche Schwingung kann auf einer Ebene beginnen und dann auf die angrenzende Ebene übertragen werden. So kann zum Beispiel eine arythmische Schwingung (mangelndes Selbstvertrauen) auf Umwelt, Familie und Beruf übergreifen und Schaden anrichten. Die Teufelsspirale beginnt sich zu drehen (Schicksal kündigt sich an) und mentale wie auch physische Ebene geraten in arythmische Schwingung, wenn nicht rechtzeitig korrigiert wird.

Treten Sie der Angst, Ihren Sorgen und Nöten mutig entgegen. Angst, mangelndes Selbstvertrauen und Sorgen hindern den Menschen daran, mutig zu handeln – seine Schwingungsfrequenz stimmt nicht.

  • Es gibt Menschen, die glauben, für bestimmte Aufgaben nicht qualifiziert zu sein. Sie sind in erster Line versagensorientiert.
  • Andere leiden ständig unter der Vorstellung, keine genügende Ausbildung genossen zu haben. Sie werden von dem Gefühl geplagt, ihr sozialer Hintergrund sei unzureichend. Diese Menschen sind unsicher in ihrer persönlichen Entscheidung und kommen schlecht mit ihren Mitmenschen aus. (Schwingung stimmt nicht).
  • Einige können das Gefühl nicht loswerden, dass ihre berufliche Stellung nicht sicher ist oder ihre Arbeitsbeziehung zum unmittelbaren Vorgesetzten schlecht sei.
  • Manche leiden unter Verfolgungswahn: sie glauben, dass man sie ständig verspottet oder kritisch über sie spricht, ihre Schwachstellen kennt und an ihrem Stuhl sägt. Sie haben ständig Schreckvorstellungen und verstärken ihre ohnehin ängstlichen Gedanken. (negative Schwingungsfrequenz). Andere werden von Neid und Eifersucht beherrscht…

Es ist so einfach mit anderen Menschen auszukommen; es ist so schön mit anderen im Team zu arbeiten, eine großartige Sache aufzubauen. Wenn Sie zu der Persönlichkeit gereift sind, die Sie sich vorstellen, wenn Ihr Selbstvertrauen so stark geworden ist, dass Sie von ihren Fähigkeiten überzeugt sind, wenn Sie bereit sind, von diesen, Ihren Fähigkeiten, Ihren Erfahrungen, auch andere profitieren zu lassen, werden diese Vertrauen zu Ihnen haben und Dankbarkeit wird der Lohn für Ihre Hilfe und Mühe sein. Viele Ihrer Mitarbeiter und Freunde werden Ihren Rat wollen, aber sie werden nicht an Ihrem Stuhl sägen.

Bringen Sie sich in positive Schwingung und alles wird sich mit der Zeit auf Ihre Frequenz einschwingen. Sie werden Türen öffnen, die Ihnen bisher verschlossen waren.

Das vierte Hermetische Gesetz wird das Prinzip der Polarität genannt:“ Alles ist Dualität. Alles besitzt Pole. Alles besitzt ein Paar von Gegensätzen. Gleich und Ungleich sind dasselbe. Gegensätze sind ihrem Wesen nach identisch, aber sie besitzen unterschiedliche Vorzeichen. Extreme begegnen sich. Alle Wahrheiten sind halbe Wahrheiten. Jedes Paradoxon kann in Einklang gebracht werden.“

Aus diesem Grundsatz können wir schließen, dass Geist und Materie einfach zwei Pole der gleichen Sache sind; alles dazwischen besitzt Elemente beider Extreme. Sie unterscheiden sich nur dem Grade nach, das heißt in ihrer Schwingung.

Wenn Gegensätze wirklich das Gleiche sind, wenn Geist und Materie das Gleiche sind (und sich nur in ihrer Schwingungsfrequenz voneinander unterscheiden) , dann sind sie auch austauschbar. Und spirituelle Energie kann alles in der physischen Welt, auch den menschlichen Körper, positiv beeinflussen. Außerdem folgt daraus, dass in der menschlichen Erfahrung Hass in Liebe verwandelt werden kann, Schmerz in Freude, Angst in Mut, mangelndes Selbstvertrauen in gesundes Selbstvertrauen. Wenn der Mensch das Prinzip der Polarität erfasst hat, wird er lernen, negative Energie auf jeder Ebene in positive Kraft zu verwandeln.

Zur Verdeutlichung:

Auf der physischen Ebene demonstriert dieses Gesetz, dass Hitze und Kälte identisch sind. Zwischen diesen beiden Temperatur-Polen können Sie von heiß oder kalt sprechen – es ist gleich, wie Sie die Temperatur bezeichnen – Sie haben immer recht. Der höhere von zwei Graden ist immer wärmer – wie der niedere von zwei Graden immer kälter ist. Es gibt keinen absoluten Standard. Alles sind nur graduelle Unterschiede. Es ist alles eine Angelegenheit von höheren oder niedrigeren Schwingungen. Die Begriffe „ hoch und niedrig“, die wir hier gezwungen sind zu benutzen, sind die zwei Pole derselben Sache – die Terminologie ist relativ. So ist es mit hell und dunkel. Diese beiden Begriffe sind zwei Pole derselben Sache mit vielen graduellen Abstufungen dazwischen.

Dasselbe ist mit der Tonleiter. Beginn Sie mit dem „großen C“ – gehen Sie höher – und Sie erreichen ein anderes „großes C“ usw.

Auch hier liegen die Unterschiede zwischen den graduellen Abstufungen der Pole, die dieselbe Sache darstellen.

Wenden wir das vierte Hermetische Gesetz auf „mangelndes Selbstvertrauen (-) und gesundes Selbstvertrauen (+) dann wird es möglich, einen seelischen Zustand (-) in einen anderen umzuwandeln (+). Entlang der Linie der Polaritätsskala.

Nehmen wir einmal den Fall eines „ängstlichen“ Mannes:

Indem er seine seelischen Vibrationen auf der „Angst-Mut-Skala“ ansteigen lässt, kann er im höchsten Maß mit Mut und Furchtlosigkeit erfüllt werden. Schwächen hat er so in Stärken umgewandelt.

Durch das Anwenden dieses geistigen Gesetzes, das ja in Übereinstimmung gehen muss mit einer Änderung Ihrer inneren Einstellung (Kapitel 1 und 2), verändern Sie die Vibrationen. Sie verändern Ihr Bewusstsein – und rutschen auf der Polaritätsskala zum positiven Pol – mit seinen entsprechenden Vibrationen und den dazugehörigen erfreulichen inneren und äußeren Erlebnissen.

Das fünfte Hermetische Gesetz besagt: „Alles fließt hinein und wieder heraus. Alles besitzt seine Gezeiten. Alles steigt und fällt. Der Pendelschwung zeigt sich in allem. Das Ausmaß des Schwungs nach rechts entspricht dem Ausmaß des Schwungs nach links. Rhythmus wirkt ausgleichend.“

Rhythmus ist überall: Geburt, Wachstum, Reife, Verfall, Tod. Der Pendelschlag ist immer gegenwärtig. Die Nacht folgt dem Tag und der Tag der Nacht. Das Pendel schwingt: Frühling, Sommer, Herbst, Winter – und zurück….

Versuchen Sie Verstand und Gefühl zu beherrschen. Lernen Sie Ihre Emotionen zu steuern, mit einem Wort: Nutzen Sie das fünfte Hermetische Gesetz. Wenn Sie Ihre Gedanken und Gefühle nicht kontrollieren, werden Sie auch niemals Ihrer Taten kontrollieren können.

Alle Menschen, die ein gewisses Maß an Selbstbeherrschung und- Steuerung erreicht haben, werden mehr oder weniger bewusst dieses „Gesetz der Neutralisierung“ an, indem sie sich nicht erlauben, dass ihrer Launen und negativen Gefühle sie beeindrucken und beherrschen.

Der selbstbewusste Mensch, der Mensch mit gesundem Selbstvertrauen, erkennt das Gesetz des Rhythmus und wird sich dessen gewahr.. Er „richtet seine Aufmerksamkeit“ auf den natürlichen Rhythmus aller Dinge, besonders aber auf den Rhythmus, den er in sich trägt. Er lernt, dass Rhythmus auszugleichen vermag. Durch einen „Willens-Einsatz“ erreicht er ein hohes Maß an seelischer Ausgeglichenheit und Beständigkeit, das unvorstellbar für diejenigen ist, die noch hin- und hergezogen werden vom seelischen Pendelschlag ihrer Stimmungen und Emotionen.

Wenn Sie sich über einen Gegenstand erheben würden, so dass er unter Ihnen durchgeleiten kann, so ist dieser Vorgang dem seelischen Prozess ähnlich.

Polarisieren Sie sich zum gewünschten Pol durch „Weigerung“. Nehmen Sie am Rückwärtsschwund des Pendels zum negativen Pol hin nicht teil – eine Weigerung, nicht gewünschte Einflüsse anzunehmen – stehen Sie dann fest und unerschütterlich im Wirkungsbereich Ihrer polarisierten Position. Ungerührt erleben Sie den Pendelschlag zum anderen Pol hin.

Damit diese „Weigerung“ richtig eingesetzt wird, ist die Selbstbeherrschung nötig. Mit ihrer Hilfe können die Emotionen des Herzens mit den Argumenten des Verstandes verglichen und ausgeglichen werden. Diese Willenskraft ist das Werkzeug, mit dem Sie sich und Ihr Leben zerstören oder aber aufbauen können. Richtig genutzt kann sie Ihnen helfen, Ihre Liebe zu sich selbst im besten Sinne zu entwickeln – Eigenliebe ist eine Vorstufe zur Nächstenliebe.

Welch ungeheure Macht uns mit unserem Willen gegeben ist können wir daraus ersehen, dass Menschen, die sich gegen Zynismus und Dilettantismus nicht zu wehren wissen, den Blick für alles Schöne, Gute verlieren. Sie werden destruktiv, sie stehen dauernd außerhalb der Wirklichkeit: Um ihr Gesicht zu wahren, verteidigen sie sich stets selbst und sind oft leicht geneigt andere ins Unrecht zu setzen.

Allerdings sollten Sie beachten, dass Willenskraft die richtige Dosierung haben muss. Gutes wird sofort schlecht, wenn es übertrieben wird. Gewaltsame Willenskraft ist Selbstunterdrückung – ihre Schwächen können Sie nicht mit Gewalt bekämpfen. Nutzen Sie die Hermetischen Gesetze und Harmonie, sowie Ausgeglichenheit und Lebensenergie wird Sie durchströmen – gesundes Selbstvertrauen reifen.

Das sechste Hermetische Gesetz stellt fest: „Jede Ursache hat eine Wirkung. Jede Wirkung hat eine Ursache. Alles geschieht in Übereinstimmung mit der Gesetzmäßigkeit. Zufall und Glück sind nur Bezeichnungen für ein noch nicht erkanntes Gesetz. Die Ursache kann auf vielen Ebenen liegen, doch der Gesetzmäßigkeit kann sich nichts entziehen.“

Die Bedeutung dieses Prinzips liegt in der Tatsache, dass nichts durch Zufall geschieht. Die Wurzel jeder Schwäche ist eine Kette von Ereignissen, an denen der Mensch beteiligt war, selbst wenn ihm seine Mitwirkung weitgehend unbewusst blieb. Jeder Mensch trägt letzten Endes selbst die Verantwortung und zahlt den Preis für frühere Handlungen durch gegenwärtige Schwächen und Sorgen. Immer ist ein Zusammenhang da zwischen allem, was vergangen ist – und allem, was folgt. So ist Ihre jetzige innere Einstellung und äußere Handlungsweise die Ursache für die zukünftige Wirkung.

Das siebte Hermetische Gesetz ist das Prinzip der Geschlechtlichkeit. Es besagt: „Geschlechtlichkeit ist in allem. Alles besitzt männliche und weibliche Elemente. Geschlecht manifestiert sich auf allen Ebenen.“

Es muss darauf hingewiesen werden, dass das Wort „Geschlechtlichkeit“ hier weit mehr bedeutet als Sexualität. Die Unterschiede zwischen dem Männlichen und dem Weiblichen sind auf der physischen Ebene deutlich zu erkennen. Auf der mentalen Ebene erscheint das männliche Prinzip als der objektive Verstand, das aktive Bewusstsein. Der weibliche Aspekt entspricht den subjektiven, unbewussten, passiven Kräften. Auf der emotionalen Ebene zeigt sich das männliche Prinzip als selbstbewusste Anmaßung, als Zorn und Wut, in allen extrovertierten Emotionen. Das weibliche Prinzip manifestiert sich als Empfangsbereitschaft, Sicherheit und Schutz und all den anderen introvertierten Emotionen. Dieser Dualismus ist in allem Lebendigen vorhanden, auch im Menschen.

Es ist die Aufgabe eines jeden Menschen, diese Doppelnatur zuerst in sich selbst zu einem Ganzen zu vereinen und danach in seiner Umwelt das Gleiche zu bewirken: Jeden Menschen, mit dem er zusammenkommt, in den Zustand der Harmonie und Ausgeglichenheit zu versetzen. Nur so kann er in seinem Vertrauen zu sich selbst reifen.

Kehren wir von unserem kleinen Ausflug zurück und verlassen wir das alte Ägypten.

Wandern wir weiter auf dem Weg zu neuen Erkenntnissen – zu gesundem Selbstvertrauen.

Wie Sie ja bereits wissen, geht jeder Gedanke der Tat voraus – auch jede Vorstellung, eine ganz bestimmte „Art“ Mensch zu sein. Wenn sich außerdem Ihr Verhalten auf das gründet, was die Menschen über Sie sagen, dann wird Ihr Verhalten von den Menschen um Sie herum programmiert. Auf diese Weise wird Ihre persönliche Realität, ganz gleich wie Ihre Lage sein mag, von dem, was Sie glauben, von den Verhältnissen und von Ihren Vorstellungen über sich selbst bestimmt.

Sie sind das ganze Leben lang darauf programmiert worden, sich in ganz bestimmter Art und Weise zu verhalten, ganz bestimmte Dinge zu glauben. Sie haben so ein Glaubenssystem entwickelt, das Sie in Ihrer beruflichen Laufbahn, in Ihren Beziehungen und in Ihrer Gesundheit beeinflusst. Das Glaubenssystem, das durch diese Programmierung und durch Ihre Reaktion darauf geschaffen wurde, ist nicht immer das brauchbarste und nicht besonders befriedigend. Wenn Sie Ihr Leben danach einrichten, wird es Sie mit den eigenen natürlichen Trieben, Wünschen und Bedürfnissen in Konflikt bringen.

Da eine solche Programmierung die innere Zerrissenheit fördert, kann sie den Menschen aus dem Gleichgewicht bringen, Disharmonie verursachen und der körperlichen Gesundheit in erheblichen Umfang schaden. Sie haben es nicht nötig, weiter der Sklave Ihrer negativen Programmierung zu bleiben und sich körperlich Zugrunderichten zu lassen.

Entscheiden Sie sich für Ihr Leben! Entscheiden Sie sich für Ihre Natürlichkeit! Schenken Sie der Welt die Persönlichkeit, die Sie im Tiefsten Ihres Herzens sein wollen!

 

Dieser Artikel wurde uns freundlicherweise von Friedrich G.M. Roedig - zur Verfügung gestellt.

 

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